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Nanotechnologien
  • 20.01.2015

Nanotechnologie – Verbraucherwahrnehmung und verbraucherpolitische Handlungspotenziale

Nanotechnologien gelten als Schlüsseltechnologien für branchenübergreifende Innovationen und als Wachstums- und Entwicklungschance in weitgehend gesättigten Märkten. Den verbrauchernahen Anwendungen dieser Zukunftstechnologien – insbesondere in Verpackungen, Kosmetika, Textilien und anderen Konsumprodukten – wird von Politik und Wirtschaft ein großes Marktpotential zugeschrieben.

Andererseits stehen kritische Konsumenten und Verbraucherorganisationen diesen neuen Anwendungen durchaus skeptisch gegenüber, da es sich um eine neue Technologie handelt, die in Textilien, Reinigungsmitteln oder Lebensmittelverpackungen körpernah eingesetzt wird. Der Umgang mit dieser neuen Technologie weckt außerdem viele Assoziationen zu früheren Risikodiskussionen, insbesondere zur Grünen Gentechnik. Eine frühe Beschäftigung der Verbraucherpolitik mit dem Thema erhöht die Chancen einer neutralen Risikodiskussion, bevor ideologische und politische Positionen verfestigt sind.

Im Jahr 2009 gab das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) die Vorstudie "Nanotechnologie - Verbraucherwahrnehmung und verbraucherpolitische Handlungspotenziale" in Auftrag. Sie stellte unter anderem den damals aktuellen Stand der nationalen und internationalen Forschung zur konsumnahen Anwendung von Nanotechnologie im Überblick dar, identifizierte Forschungslücken bzw. Forschungsbedarfe in den jeweiligen Anwendungsbereichen und leitete aus den Ergebnissen den verbraucherpolitischen Handlungsraum und -bedarf für die Landesregierung ab. Die Ergebnisse veranlassten das MLR, den Nano-Dialog Baden-Württemberg mit Expertenrunden zu starten. Diese Vorstudie wurde regelmäßig aktualisiert und steht in Form von Updates zur Verfügung.

Nano-Dialog BW

Das MLR hat bisher im Rahmen des Nano-Dialogs Baden-Württemberg drei Expertenworkshops in den Jahren 2009, 2010 und 2013 sowie einen Verbraucherkongress im Dezember 2011 durchgeführt. Im Januar 2013 hat außerdem ein Expertengespräch, u. a. mit Vertretern der EU-Kommission in Brüssel stattgefunden.

Nano-Portal BW

Seit Ende 2011 steht mit dem Nano-Portal "Nanotechnologien im Alltag" ein umfangreiches Internetangebot für Interessierte zur Verfügung. Es finden sich Informationen zu Grundlagen, Forschung, Anwendungen im Konsumbereich, Sicherheit und Recht. Es gibt außerdem die Möglichkeit, über ein Kontaktformular oder über die Kommentarfunktion Fragen zu stellen. Die Antworten stehen in der Rubrik „Sie fragen – wir antworten“ für alle zur Verfügung. Anschauliche Bildreportagen, eine umfangreiche Linksammlung, ein Glossar und FAQs (häufig gestellte Fragen) runden das Angebot ab.

Weitere Informationen

Nano-Portal "Nanotechnologien im Alltag" unter www.nanoportal-bw.de

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