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Umfrage
  • 20.01.2015

Süddeutscher Verbrauchermonitor 2010 - Gemeinsame Studie Baden-Württembergs mit Bayern

Die erstmals gemeinsam von den beiden Bundesländern in Auftrag gegebene Studie zum Verbraucherschutz, der Süddeutsche Verbrauchermonitor 2010, zeigt die Ergebnisse einer direkten Verbraucherbefragung nach deren Bedürfnissen, Vorlieben, Befürchtungen und Problemen und nach ihrem Verhalten als Verbraucher. Darauf aufbauend soll die Verbraucherpolitik der Zukunft ausgerichtet werden.

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hatte rund 1.400 Verbraucherinnen und Verbraucher in Baden-Württemberg und Bayern befragt. Demnach spielt für 97 Prozent der Befragten der Schutz ihrer Rechte als Verbraucher eine wichtige bis außerordentlich wichtige Rolle.

Ergebnisse der Studie

Verbraucher kritisch gegenüber Internet und Handy

Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger hat laut der Studie ein mehr oder weniger stark ausgeprägtes Verbrauchervertrauen. Die Menschen fühlen sich beim Konsum von Gütern, vor allem Lebensmittel, und der Inanspruchnahme von Dienstleistungen mit Blick auf die Wahrung ihrer Verbraucherrechte überwiegend sicher. Eher kritisch werden von vielen Menschen die Bereiche Internet und Mobiltelefonie gesehen.

Vermeintliche Gratisangebote im Internet und Klingeltöne mit Tücken

Immer wieder locken zahlreiche Firmen im Internet mit vermeintlichen Gratisangeboten, die sich später als teure Kostenfallen entpuppen. Rund einem Drittel der befragten Internetnutzer ist bereits mindestens einmal ein vordergründig als kostenlos beworbenes Internetangebot im Anschluss berechnet worden.
Auch das Mobiltelefon wird von zahlreichen und überwiegend jugendlichen Nutzern mit wirtschaftlichen Unwägbarkeiten in Verbindung gebracht. Knapp 60 Prozent der 14 bis 29-jährigen Nutzer von Mobiltelefonen sehen finanzielle Risiken. Durch das kostenpflichtige Herunterladen von Klingeltönen, Musik- und Videodateien übersteigt die Handyrechnung in vielen Fällen die finanziellen Möglichkeiten. Junge Menschen verlieren im Monatsverlauf häufig den Überblick über die eingegangen finanziellen Verpflichtungen. Das böse Erwachen kommt dann mit der Rechnung des Mobilfunkanbieters.

Internethandel immer wieder problembehaftet

Die Umfrage zeigt, dass etwa 80 Prozent der Befragten schon einmal im Internet eingekauft haben. Immerhin ein Viertel hatte schon einmal Probleme mit dem Internethändler.

Die vollständigen Ergebnisse können in den folgenden Dokumenten nachgelesen werden:

Süddeutscher Verbrauchermonitor 2010 - Überblick anlässlich der Pressekonferenz am 22.11.2010 in Ulm
Süddeutscher Verbrauchermonitor 2010 - Ergebnisse und Zahlen aus Baden-Württemberg (1,1 MB)

Was tut die Verbraucherpolitik in Baden-Württemberg?

Die Nutzer von digitalen Produkten und Dienstleistungen müssen einerseits umfassend informiert und andererseits vor Risiken geschützt werden. Mit dem Online-Schlichter gibt es in Baden-Württemberg ein benutzerfreundliches Angebot. Weiterhin stellt Baden-Württemberg Arbeitsmaterialien zur Verbraucherbildung, „MoKi - Money & Kids“ für Grundschulen zur Verfügung.

Die gemeinsam mit Bayern durchgeführte Verbraucherbefragung soll in den kommenden Jahren fortgesetzt und eventuell auf andere Bundesländer erweitert werden. Durch eine stärkere Zusammenarbeit wollen sich Baden-Württemberg und Bayern auf Bundesebene in Fragen des Verbraucherschutzes mehr Gehör verschaffen.

Weitere Informationen

Pressemitteilung zu den Ergebnissen des Ersten Süddeutschen Verbrauchermonitors der Verbraucherministerien von Bayern und Baden-Württemberg vom 22. November 2010

Süddeutscher Verbrauchermonitor 2010 - Ergebnisse und Zahlen aus Bayern (4,0 MB)

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