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  • 02.02.2017
Energiewende

Smart Meter - Einführung intelligenter Messsysteme ab 2017

Neuer und alter Stromzähler

Intelligente Messsysteme (Smart Metering Systeme) sollen dabei helfen, Stromangebot und -nachfrage in Einklang zu bringen und den Stromverbrauch zu senken. Dafür machen sie Stromverbrauch und -erzeugung transparent. Sie machen beispielsweise den Stromverbrauch zu Hause präzise sichtbar oder veranschaulichen, wie viel etwa die Photovoltaikanlage auf dem Dach in das Stromnetz einspeist. In Zukunft könnte ein intelligentes Messsystem den Verbraucherinnen und Verbrauchern auch mitteilen, zu welcher Tageszeit Strom besonders günstig verfügbar ist und zum Beispiel den Betrieb der Stromspeicherheizung oder Wärmepumpe daran ausrichten. Damit könnten die von Baden-Württemberg geforderten Flexibilitäten auch für die privaten Haushaltskunden gemessen und abgerechnet werden.

Aber nicht nur Strom kann perspektivisch an den intelligenten Messsystemen abgelesen werden, sondern auch der Verbrauch von Gas und Wärme. So können die eigenen vier Wände nach und nach zum Smart Home werden – einem Zuhause, das Energie klug und effizient nutzt. Damit können intelligente Messsysteme dazu beitragen, dass die Energiewende gelingt.

Nach den Plänen der Bundesregierung sollen intelligente Messsysteme ab 2017 in Deutschland schrittweise zum Einsatz kommen – sowohl bei Verbrauchern als auch bei Erzeugern. Das sieht das "Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende" vor, das 2016 verabschiedet wurde und eine gesetzliche Verpflichtung zum Einbau eines intelligenten Messsystems enthält. Los ging es seit dem 1.1.2017 für alle Haushalte, die jährlich mehr als 10.000, aber weniger als 20.000 Kilowattstunden (kWh) Strom verbrauchen und für die Haushalte, die selbst Strom erzeugen, zum Beispiel mit Photovoltaikanlagen oder Blockheizkraftwerken, wenn diese mehr als 7 und weniger als 100 Kilowatt (kW) Nennleistung haben. Im Gesetz sind hierfür jährliche Kostenobergrenzen von 130 Euro bzw. 100 Euro vorgesehen.

Andere Verbraucher und Erzeuger können ab 2020 zum Einbau verpflichtet werden. Ein freiwilliger Einbau intelligenter Messsysteme ist daneben immer möglich. Zum Vergleich: Ein Haushalt mit vier Personen verbraucht in Deutschland pro Jahr im Schnitt 4.400 kWh.

Weitere Informationen

Hintergrundinformationen aber auch kritische Stimmen zur Energiewende gibt es unter anderem hier:

Umfangreiche Information für Energieverbraucher beim Bund der Energieverbraucher Deutschland e. V.

Positionen des Verbraucherschutzes zur Energiepolitik beim Verbraucherzentrale Bundesverband e. V.

Die Bundesregierung informiert zum Stand der Energiewende:
Energiewende beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Die Energiewende aus der Sicht des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg:
Herausforderung Atomausstieg - Die Energiewende ist auf dem Weg

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