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4. Dezember 2012
Verbrauchertag Baden-Württemberg
Listerien - Fragen und Antworten
Wie groß ist das Risiko an Listeriose zu erkranken? Wie kommt es überhaupt zu einer Infektion? Wie äußert sich die Krankheit und wie kann man sie behandeln?
Wie groß ist das Risiko an Listeriose zu erkranken?
Die Zahl der Erkrankungen in Deutschland ist relativ gering. Die Gesamtzahl der Listeriosefälle wird auf jährlich etwa 200 Einzelerkrankungen geschätzt.
Einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind:
- Schwangere Frauen
Schwangere erkranken 20 Mal eher an Listeriose als andere gesunde Menschen. Fast 1/3 der Erkrankungen durch Listeriose ereignen sich während der Schwangerschaft, - Neugeborene
Neugeborene erkranken bereits während der Schwangerschaft, - Personen mit einem schwachen Immunsystem,
AidsKranke erkranken ca. 300 mal eher an Listeriose, als Menschen mit funktionierendem Immunsystem. - Menschen mit Krebs, Diabetes oder Nierenerkrankungen,
- Kranke, die Kortison einnehmen,
- ältere Menschen,
Gesunde Erwachsene und Kinder werden gelegentlich mit Listeria infiziert, aber sehr selten ernsthaft krank.
Wie gelangt Listeria ins Lebensmittel?
Listeria monocytogenes befindet sich im Boden und im Wasser. Gemüse und Salat können durch Erde sowie durch Jauche (bei der Düngung) verunreinigt werden.
Tiere können das Bakterium in sich tragen ohne zu erkranken, dennoch können Fleisch- und Molkereiprodukte verunreinigt sein.
Wie äußert sich die Erkrankung?
Die Erkrankung äußert sich mit Fieber, Hals- und Bindehautentzündungen, Muskelschmerzen sowie Magen/Darm-Beschwerden wie zum Beispiel Übelkeit oder Durchfall. Sobald die Infektion ins Nervensystem übergeht, können Symptome wie Kopfschmerzen, steifer Hals, Verwirrung, Balaceschwierigkeiten und Krämpfe auftreten.
Infizierte schwangere Frauen empfinden meist nur eine leichte grippeähnliche Krankheit, jedoch kann eine Infektion während der Schwangerschaft zu Frühgeburten, zur Infektion des Neugeborenen und sogar zur Totgeburt führen.
Bei geschwächten Menschen mit dem Krankheitsbild einer Meningitis verläuft die Krankheit nach Einschätzung des BgVV in 30 Prozent aller Fälle tödlich.
Diagnostiziert wird die Infektion mit Blut- und Urintest.
Wie wird Listeriose behandelt?
Die Therapie erfolgt mit Antibiotika. Bei frühzeitiger Erkennung ist Listeriose normalerweise heilbar.
Empfehlungen zum Vermeiden von Listeriose
Die generellen Hygienerichtlinien empfehlen für die Verhinderung von Listeriose die gleichen Maßnahmen wie zur Vorbeugung anderer durch verunreinigte Lebensmittel verursachter Erkrankungen (z. B. Salmonellen).
- Fleisch gut durchgaren,
- rohes Fleisch nicht mit anderen Lebensmitteln zusammen lagern,
- rohes Gemüse und Salat vor dem Verzehr gründlich waschen,
- keine unpasteurisierte Milch trinken,
- keine Lebensmittel verzehren, die aus unpasteurisierter Milch hergestellt wurden,
- Hände, Geschirr und Geräte, die mit rohen Lebensmitteln in Berührung gekommen sind, gründlich waschen.
Weitere Informationen und Quellen
BgVV Pressedienst, Köln, Februar 2000
Landesverwaltung Steiermark, Fachabteilung Gesundheitswesen, Internetinformation März 2000
dpa Presseinformation vom 9. März 2000
Quelle: Infodienst der Landwirtschaftsverwaltung





