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4. Dezember 2012
Verbrauchertag Baden-Württemberg
Oft unsichtbar und doch gegenwärtig: Schimmelpilzgifte in Lebensmitteln
Schimmelpilze finden im Sommer, wenn es warm und feucht ist, ideale Bedingungen, ihre Sporen auszusenden und sich auf Lebensmitteln zu vermehren. Sie können äußerst
giftige und teilweise krebserregende Substanzen, die sogenannten Mykotoxine, bilden. Die Menge des gebildeten Giftes ist nicht abhängig vom sichtbaren Wachstum des Pilzes. Mykotoxine können im feuchten Lebensmittel „wandern“. Die Pilzgifte sind sehr stabil und lassen sich weder durch Erhitzen, noch durch Säuern oder Einfrieren entfernen. Die Wahrscheinlichkeit, dass akute Vergiftungen nach dem Verzehr verschimmelter Lebensmittel auftreten, ist gering. Das Problem ist die Gesundheitsschädigung von Leber und Nieren bei regelmäßiger Aufnahme geringer Mengen über einen langen Zeitraum.
Wie kann Schimmelpilzbefall verhindert werden?
- Empfindliche Lebensmittel in kleinen Mengen, möglichst frisch kaufen und bald verbrauchen.
- Beim Einkauf auf unversehrtes Obst und Gemüse achten, ohne Verletzungen und Druckstellen.
- Nahrungsmittel sollen sauber, kühl und trocken gelagert werden.
- Brotkästen öfter reinigen, mit Essigwasser auswischen.
- Der Kühlschrank benötigt ab und zu einen Großputz.
Und wenn es trotzdem passiert ist:
- Bei festen Konfitüren mit einer Zuckerzugabe von 50 Prozent genügt es, die Schimmelschicht abzuheben.
- Hat ein Brotlaib an einer Stelle nur einen kleinen Schimmelfleck, genügt es, diesen großzügig abzuschneiden
- Befallenes Schnittbrot immer wegwerfen.
- Nüsse vor dem Essen immer kontrollieren. Verfärbte oder verschimmelte Kerne oder Schalen sofort aussortieren.
- Pistazien enthalten häufig Aflatoxin, das stärkste Pilzgift.
- Bitter, ranzig oder kratzig schmeckende Nüsse unbedingt wegwerfen.
- Andere verschimmelte Lebensmittel sofort entsorgen.
Foto: Copyright Monika Klein / PIXELIO
Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg





