Bildungsangebote
Schulungsangebot "Jugendbegleiter Geld & Alltag"
Projekt Erwachsenenbildung
"Nachhaltiger Konsum im Alltag"
Schulprojekt: "We are Consumers - Verbraucherschutz macht Schule am Oberrhein"
"Konsumieren mit Köpfchen" - Materialien zur Verbraucherbildung von Jugendlichen
"Money & Kids" - Finanz-kompetenz in der Grundschule
Werbung - erkennen, analysieren, Distanz entwickeln
Materialkompass für Schulen - Materialien zur Verbraucherbildung in Sekundarstufe I und II
Veranstaltungen
Urheberrecht 2.0 -
Wo bleiben die Verbraucher?
Experten-Diskussionsabend
6. Juni 2013, Berlin
„Nachhaltige Geldanlagen - Hintergründe und Tipps"
Workshop
24. Juni 2013, Stuttgart
„Nachhaltige Geldanlagen - Hintergründe und Tipps"
Workshop
08. Juli 2013, Freiburg
Finanzielle Allgemeinbildung
Statistisch gesehen wenden Verbraucher 37 Stunden dafür auf, um sich vor dem Kauf eines neuen Autos zu informieren, 25 Stunden vor dem Kauf einer neuen Küche, aber oftmals weniger als halb soviel Zeit (lediglich rund 10 Stunden), bevor sie einen Vertrag über ihre Altersvorsorge abschließen. Dies hat den Grund, dass sich Verbraucher in finanziellen Fragen häufig schwer tun. Sich mit Finanzfragen zu beschäftigen, empfinden viele Verbraucher als mühsam und vertrauen sich daher häufig ihrem Bankberater oder einem unabhängigen Finanzvermittler an, ohne dessen Rat nochmals nachzuprüfen.
Eine im März 2009 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vorgestellte Studie über Anforderungen an Finanzvermittler hat ergeben, dass den Bundesbürgern durch unsachgemäße Finanzvermittlung jährlich mehrere Milliarden Euro verloren gehen. Dies schadet zum einen den einzelnen Verbrauchern direkt, hat aber auch negative Effekte auf unsere Volkswirtschaft.
Verbraucher müssen besser informiert sein
Um diesem Zustand abzuhelfen, sollten zum einen die Anforderungen an die Finanzvermittlung verbessert werden, zum anderen würden aber in Finanzfragen besser informierte Verbraucher dazu führen, dass diese von sich aus das für sie geeignete Finanzprodukt auswählen können.
Der Schlüssel hierzu heißt finanzielle Allgemeinbildung für Verbraucher. Fachzeitschriften, wie etwa die Zeitschrift Finanztest, bieten Verbrauchern wertvolle Hinweise für einen sinnvollen und verbraucherfreundlichen Umgang mit Finanzprodukten. Doch haben nicht alle Verbraucher Zeit und Lust, sich intensiv mit Fachjournalen zu beschäftigen. Finanzielle Kerninformationen sollten für Verbraucher auf möglichst einfache und transparente Weise aufbereitet werden. Eine wichtige Hilfe dabei spielen die Verbraucherzentralen.
Bildung in Finanzfragen in der Schule
Verbraucherbildung in Finanzfragen sollte im Idealfall bereits im Schulalter beginnen. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg bietet Arbeitsmaterialien für Unterrichtseinheiten mit Informationen für Schüler und Lehrer zu Themenbereichen des wirtschaftlichen Verbraucherschutzes, um auch die schulische Finanzbildung zu stärken:
- „MoKi – Money & Kids“ – Materialsammlung Finanzkompetenz in der Grundschule
- Konsumieren mit Köpfchen - Materialien für die Verbraucherbildung von Jugendlichen (Sekundarstufe I und II)
Viele Verbraucher haben durch die Finanzkrise eine Menge Geld verloren. In den Fällen, in denen Verbraucher dabei unsachgemäß beraten wurden, sollten die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu Gunsten der Verbraucher verbessert werden. Aufgeklärte und mündige Verbraucher, die auch in Finanzfragen genau wissen, was sie wollen, stellen aber die beste Form von Verbraucherschutz dar, da diese Verbraucher von sich aus die richtigen Anlage- und Kreditentscheidungen treffen.
Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg setzt sich daher für eine bessere finanzielle Allgemeinbildung der Verbraucher in allen Altersstufen ein, damit Verbraucher nach einer Anlage- oder Kreditentscheidung keine böse Überraschung erleben müssen.
Weitere Informationen
BMELV-Studie Anforderungen an Finanzvermittler
"Gut finanziell versorgt? Sechs Ratschläge, die Sie im Ruhestand besser schlafen lassen", Broschüre des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR), gefördert durch die Robert Bosch Stiftung (1,2 MB)
Forschungsprojekt "Transparenz von Altersvorsorgeverträgen"
Quelle: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz







