Bildungsangebote
"Konsumieren mit Köpfchen" - Materialien zur Verbraucherbildung von Jugendlichen
"Money & Kids" - Finanz-kompetenz in der Grundschule
Werbung - erkennen, analysieren, Distanz entwickeln
Materialkompass - Materialien zur Verbraucherbildung in Sekundarstufe I und II
Veranstaltungen
Vorschau:
4. Dezember 2012
Verbrauchertag Baden-Württemberg
Verbraucherpolitische Strategie Baden-Württemberg
Als erstes Bundesland legt Baden-Württemberg mit der "Verbraucherpolitischen Strategie" ein theoretisches Fundament für seine Verbraucherpolitik vor. Die Strategie wird in den nächsten Jahren Leitlinie der baden-württembergischen Verbraucherpolitik sein. Sie soll den Verbraucher in seiner Rolle als Marktpartner stärken.
Auf der Grundlage empirisch ermittelter Befunde aus der Verhaltensökonomik leitet das Land Anhaltspunkte für verbraucherpolitische Maßnahmen ab. Wenn die Verhaltensökonomik beispielsweise feststellt, dass unvorbereitete Verbraucher sich am Telefon leicht überrumpeln lassen, muss das Widerrufsrecht verbessert werden. Wenn die Mehrheit der Verbraucher sich außerdem scheut, einer zugesandten Vertragsbestätigung zu widersprechen, dann sollten Verträge erst dann wirksam werden, wenn der Kunde sie wirklich möchte und dem schriftlich zustimmt. Das Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) wird die interdisziplinäre verbraucherpolitikorientierte Forschung im Bereich der Verbraucherpolitik noch stärker unterstützen.
Baden-Württemberg sieht im privaten Konsum einen wesentlichen Faktor für die inländische Wirtschaftsentwicklung und versteht seine Verbraucherpolitik daher auch als eine aktive Wirtschaftspolitik für die Nachfrageseite. Die vom MLR in Auftrag gegebene Studie "Volkswirtschaftliche Basisdaten" liefert wichtige Anhaltspunkte zu dieser Ausrichtung der Verbraucherpolitik.
Verbraucher können aber nur dann mehr Gewicht im Marktgeschehen haben und dem Leitbild des souveränen Konsumenten entsprechen, wenn sie so gut wie möglich informiert, mit Kompetenzen ausgestattet und beraten werden. Informations-, Bildungs- und Beratungsmaßnahmen sind deshalb ein Schwerpunkt der Verbraucherpolitischen Strategie.
Besondere Zielgruppen wie Kinder, Jugendliche oder Senioren brauchen darüber hinaus oft mehr Schutz als andere Verbrauchergruppen.
"Wissen" allein genügt jedoch nicht, um „richtiges Verhalten" zu bewirken. Es geht darum, das Bewusstsein der Verbraucher hinsichtlich ihrer individuellen Verantwortung weiter zu stärken. Um das zu erreichen, werden die klassischen Instrumente der Information, Beratung und Bildung um neue instrumentelle Ansätze ergänzt. Das 4-E-Modell – Enable, Encourage, Engage, Exemplify (befähigen, anregen, einbeziehen, veranschaulichen) – soll dazu beitragen, Verbraucher zu bestimmten Verhaltensweisen zu befähigen, Anreize für bestimmte Verhaltensweisen zu schaffen, Verbraucher zu mobilisieren und Beispiele zu geben.
Im Mai 2009 stellte Verbraucherminister Peter Hauk auf einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband den Entwurf der "Verbraucherpolitischen Strategie Baden-Württemberg" zur Diskussion. Alle gesellschaftlichen Akteure sind eingeladen, dem MLR Anregungen zu diesem Diskussionspapier zu geben.
Weitere Informationenen
Verbraucherpolitische Strategie Baden-Württemberg Diskussionspapier 8. Mai 2009
Forschungsprojekt "Basisdaten Verbraucherpolitische Strategie"
Quelle: Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz





