Bildungsangebote
"Konsumieren mit Köpfchen" - Materialien zur Verbraucherbildung von Jugendlichen
Veranstaltungen
29.-30. September 2010
Heidelberger Ernährungsforum
7. Oktober 2010
Fachtagung: Zusatzstoffe in Lebensmitteln
Jahresbericht 2009 der Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung erschienen
Lebensmittel, Kosmetische Mittel, Bedarfsgegenstände,
Tabakerzeugnisse, Trinkwasser sowie Futtermittel werden von der amtlichen Überwachung in Baden-Württemberg risikoorientiert kontrolliert. Ziel der amtlichen Lebensmittelüberwachung ist es, Verbraucher vor gesundheitlichen Risiken durch Lebensmittel und Gegenstände des täglichen Bedarfs und vor Täuschung zu schützen. Der Jahresbericht 2009 bietet wichtige Verbraucherinformationen sowie neben Schwerpunktaktionen auch einige Besonderheiten und Kuriositäten.
Aktuelle Zahlen aus der Lebensmittelüberwachung
Insgesamt haben die Lebensmittelkontrolleure im Jahr 2009 mit rund 100.200 Betriebskontrollen etwa 3.400 Betriebe mehr überprüft als im Vorjahr. Dabei sind etwa 30 Prozent von den rund 224.000 registrierten Lebensmittelbetrieben ein- oder mehrmals überprüft worden. Ein Viertel der kontrollierten Betriebe zeigte Auffälligkeiten. Diese relativ hohe Beanstandungsquote hängt mit der risikoorientierten Kontrolle zusammen - eben gezielt dort, wo die Fachleute Probleme oder Missstände vermuten.
In rund 22.000 Fällen musste die Lebensmittelüberwachung gegenüber Lebensmittelunternehmern Anordnungen und Sanktionen erlassen. Darunter waren auch über 400 Fälle für den Staatsanwalt. Rund 1.500 Betriebe mussten aufgrund unhaltbarer hygienischer Zustände sofort geschlossen werden oder wurden freiwillig geschlossen.
Insgesamt wurden 53.145 Proben untersucht sowie auf Kennzeichnungsmängel überprüft: 17 % der Lebensmittel, 25 % der kosmetischen Mittel, 26 % der Bedarfsgegenstände, 13 % der Tabakerzeugnisse wurden beanstandet. Als gesundheitsschädlich wurden aber lediglich 0,2 % der Proben (Lebensmittel, kosmetische Mittel und Bedarfsgegenstände) beurteilt. Dies insbesondere wegen krankheitserregenden Mikroorganismen (Listerien, Salmonellen, Campylobacter, verotoxinbildende Escherichia Coli), scharfkantiger Fremdkörper sowie chemischer Verunreinigungen (z. B. wegen des Biozids Dimethylfumarat in Schuhen). Außerdem wurden unter anderem Fleisch, Milch, Eier und Honig auf Rückstände unerwünschter Stoffe überprüft sowie auf Radioaktivität.
Zahlen aus der Futtermittelüberwachung
Die amtliche Futtermittelkontrolle erfolgt – analog der Lebensmittelüberwachung – risikoorientiert und versteht sich als Kontrolle der betrieblichen Eigenkontrolle zur Erreichung einer hohen Futtermittelsicherheit. Im Jahr 2009 wurden 1.201 Betriebe kontrolliert, in denen Futtermittel hergestellt, gehandelt, eingeführt oder verfüttert wurden. Insgesamt wurden 1.451 Betriebsprüfungen und 70 Buchprüfungen durchgeführt sowie 1.148 Futtermittelproben gezogen. Beprobt wurden 401 Einzelfuttermittel, 693 Mischfuttermittel sowie 54 Vormischungen und Zusatzstoffe. Diese wurden vielfältig untersucht, zum Beispiel auf unerwünschte oder verbotene Stoffe, aber auch auf qualitätsbestimmende Inhaltsstoffe oder Zusatzstoffe.
Von den untersuchten Proben entsprachen 17 % nicht den Vorschriften. Allerdings waren Beanstandungen aufgrund des Nachweises von verbotenen Inhaltsstoffen die Ausnahme. In keinem Falle ist es zu einer Überschreitung der Höchstmengen an unerwünschten Stoffen gekommen.
Die Kontrolle der Kontrolle
Die amtliche Überwachung ist die „Kontrolle der Kontrolle“, das heißt, sie überwacht die Wirksamkeit der betrieblichen Eigenkontrollen. Dies erfolgt über risikoorientierte Betriebskontrollen und zielgerichtete Probennahmen mit wechselnden Untersuchungsschwerpunkten. Die Kontrollfrequenzen der amtlichen Lebensmittelüberwachung in den einzelnen Betrieben leiten sich von den jeweiligen Risikobeurteilungen ab. Mehr dazu unter Aufbau und Aufgaben der Lebensmittelüberwachung.
Weitere Informationen
Jahresbericht 2009 der Lebens- und Futtermittelüberwachung (6,8 MB)
Zusammenfassung der Schwerpunktaktionen, Besonderheiten und Kuriositäten 2009
Zusammenfassung der genauen Zahlen im Vergleich der Untersuchungsjahre 2008 und 2009
Pressemitteilung des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum vom 16. Juli 2010
Jahresbericht 2009 des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Freiburg
Internetportal der Untersuchungsämter: www.ua-bw.de
Quelle: Chemische und Veterinäruntersuchungsämter