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4. Dezember 2012
Verbrauchertag Baden-Württemberg
Ökomonitoring-Bericht 2010: Die Ergebnisse sprechen für sich: Bio überzeugt
Der Verbraucher hat heutzutage in nahezu allen Produktbereichen des Lebensmittelangebots die Möglichkeit, sich für ökologisch erzeugte Lebensmittel zu entscheiden. Die Stärkung regionaler Erzeugungsstrukturen und des Öko-Landbaus sind der Landesregierung ein wichtiges Anliegen, denn für viele Menschen sind Bio-Lebensmittel von großem Interesse.
Die Nachfrage nach Lebensmitteln aus ökologischer Erzeugung übersteigt die einheimisch erzeugten Mengen bei weitem, was zu einem steigenden Anteil an Importwaren führt. Die Rolle Baden-Württembergs bei der ökologischen Erzeugung ist also noch ausbaufähig.
Lebensmittel müssen einwandfrei, sicher und richtig gekennzeichnet sein. Das gilt insbesondere auch für Lebensmittel aus ökologischem Anbau. Die Vorgaben des ökologischen Anbaus und der Verarbeitung müssen erfüllt und eingehalten werden. Das baden-württembergische Ökomonitoring ist daher auch ein Beitrag zur Transparenz. Die Menschen sollen durch ihr Kaufverhalten über das Marktangebot abstimmen können. Sie müssen daher über Produkte und Hersteller gut informiert sein. Wo „Bio” draufsteht, muss auch „Bio” drin sein.
Vor diesem Hintergrund ist es uns wichtig, dieses spezielle Untersuchungsprogramm in Baden-Württemberg fortzusetzen, um eine kontinuierliche Statuserhebung ökologisch erzeugter Lebensmittel durchzuführen und Verbrauchertäuschungen zu unterbinden. Dieses baden-württembergische Überwachungsprogramm ist bundesweit einmalig. Auch aus anderen europäischen Ländern ist Vergleichbares nicht bekannt. Die vier Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter (CVUAs) führen dieses Projekt durch, in enger Zusammenarbeit mit der Öko-Kontrollbehörde im Regierungspräsidium Karlsruhe. Für Koordination und Bericht ist das CVUA Stuttgart zuständig.
Untersuchungsprogramm 2010
Im vergangenen Jahr wurden in Baden-Württemberg im Rahmen des Ökomonitoring-Programms über 700 Lebensmittelproben mit Öko-Auslobung auf eine Vielzahl an Parametern untersucht und begutachtet. Sie wurden auch mit entsprechender Ware aus konventioneller Produktion verglichen. Entsprechend dem sich stetig verbreiternden Warenangebot wurden neben landwirtschaftlichen Urprodukten verstärkt verarbeitete Lebensmittel einbezogen. Ergänzend wurde die Produktpalette mit 34 Proben auf Naturkosmetik ausgedehnt.
Die Lebensmittelkontrolleure der Stadt- und Landkreise haben die Proben auf allen Stufen der Herstellung und des Handels erhoben. Die Ergebnisse sprechen für sich: Bio überzeugt.
Im Jahr 2010 wurden folgende Themenfelder bearbeitet:
- Gentechnisch veränderte Pflanzen: Untersuchung von Mais- und Sojaprodukten sowie Leinsamen
- Mykotoxine: Fusarientoxine in Mais- und Hafererzeugnissen
- Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs
- Wein: Elemente und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln
- Herstellungsbedingte Kontaminanten: Furan in Kaffee
- Zusatzstoffe: Glutaminsäure in Fertiggerichten und Farbstoffe in Süßwaren
- Dioxine und dioxinähnliche PCB in Lebensmitteln
- Organische Kontaminanten und Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln tierischer Herkunft
- Stabilisotopenverhältnisse des Stickstoffs (15N/14N) als Indikator für die Art der Düngung bei pflanzlichen Lebensmitteln
- Kosmetische Mittel (Naturkosmetik): Mikrobiologie und Konservierungsstoffe
Zusammenfassung der Ergebnisse 2010
Weitere Informationen
Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 27. Juni 2011
Ökomonitoring-Bericht 2010 (1,9 MB)
Allgemeine Infomationen über das Programm Ökomonitoring Baden-Württemberg
Quelle: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz