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4. Dezember 2012
Verbrauchertag Baden-Württemberg
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Beerenobst 2010
Die Ergebnisse der diesjährigen Kontrollen von Beerenobst liegen vor. Von Januar bis August 2010 wurden am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart insgesamt 194 Beerenproben aus konventionellem Anbau und acht Beerenproben aus ökologischem Anbau auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht.
Was wurde beprobt?
Bei den Beeren aus konventionellem Anbau handelte es sich um 112 Proben Strauchbeeren (vor allem Johannisbeeren, Himbeeren und Stachelbeeren, aber auch Brombeeren und Heidelbeeren) und 82 Proben Erdbeeren vorwiegend aus einheimischem Anbau. Die Beeren wurden von den Lebensmittelkontrolleuren der Lebensmittelüberwachungsämter überwiegend auf Erzeugerebene oder bei Obstgroßmärkten entnommen.
Ergebnisse der Untersuchungen
Bei 97 Prozent der Proben wurden die gesetzlich festgelegten Höchstmengen für Pflanzenschutzmittelrückstände eingehalten. Der Anteil an Proben, der diese Werte nicht einhielt, war mit insgesamt drei Prozent gering. Keine der untersuchten Beerenproben war als gesundheitlich bedenklich einzustufen. Gleichwohl zählt konventionell erzeugtes Beerenobst zu den Obstsorten, die einen erhöhten Anteil an Proben mit Rückständen an Pflanzenschutzmitteln aufweisen.
Beeren aus Bio-Anbau
Eine positive Bilanz zeigt sich auch bei den untersuchten Bio-Proben. Hier erfüllten bezüglich der Pflanzenschutzmittelrückstände alle acht untersuchten Bio-Beerenobstproben die Bestimmungen des ökologischen Anbaus.
Beeren aus konventionellem Anbau - einheimische Erdbeeren ohne Beanstandung
- Erdbeeren aus einheimischem Anbau fallen erneut positiv auf ─ diese waren in keinem Fall zu beanstanden. Nur drei Erdbeerproben ausländischer Herkunft (Ägypten, Griechenland) wiesen zu hohe Rückstände auf.
- Bei Johannisbeeren und Stachelbeeren ist die Anzahl an Proben, bei denen Rückstände von Pflanzenschutzmitteln festgestellt wurden, die nicht für die Anwendung bei diesen Kulturen zugelassen beziehungsweise ausgewiesen sind, jedoch noch unbefriedigend und hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht.
Die zuständigen Behörden ermitteln in jedem Einzelfall die Ursachen dieser Rückstände und leiten geeignete Maßnahmen ein. Außerdem wird ein intensives Beratungsprogramm für die Erzeuger gestartet, um in der nächsten Saison die Situation zu verbessern.
Woher kommen die Rückstände?
Unzulässige Pflanzenschutzmittelrückstände in Beeren können beispielsweise durch Reste im Pflanzenschutzgerät von der vorhergehenden Behandlung anderer Obstkulturen verursacht werden oder durch ein Abdriften von Pflanzenschutzmitteln während der Behandlung von Nachbarkulturen, insbesondere bei klein parzellierten Obstanbauflächen. Ursachen können jedoch auch in der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln liegen, die zwar für andere Obstkulturen, jedoch nicht für die betreffende Kultur zugelassen beziehungsweise zur Anwendung genehmigt oder allgemein nicht zugelassen sind.
Weitere Informationen
Internetseite des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg mit Merkblättern zum Pflanzenschutz
Quelle: Chemische und Veterinäruntersuchungsämter





