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4. Dezember 2012
Verbrauchertag Baden-Württemberg
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln 2009
Im Jahr 2009 wurden am CVUA Stuttgart insgesamt 803 Proben Frischgemüse
aus konventionellem Anbau auf Rückstände an Pflanzenschutzmitteln untersucht. 83% dieser Proben wiesen Rückstände von insgesamt 171 verschiedenen Wirkstoffen auf, mehr als 2008. Insgesamt wurden 2640 Rückstandsbefunde mengenmäßig bestimmt. Bei 5% der Gemüseproben wurden Rückstandsgehalte über den gesetzlich festgelegten Höchstmengen festgestellt, wie die folgende Tabelle zeigt.
Tabelle 1: Rückstände in Gemüseproben aus konventionellem Anbau nach Herkunft (CVUAS 2009)
| Frischgemüse |
Proben Inland |
Proben anderer EU-Länder |
Proben Drittländer |
Proben Gesamt* |
|
Anzahl Proben |
358 (45%) | 279 (35%) | 121 (15%) | 803 |
| davon mit Rückständen |
271 (76%) |
249 (89%) |
107 (88%) |
663 (83%) |
|
Proben über Höchstmenge |
14 (4%) |
5 (2%) |
21 (17%) |
43 (5%) |
|
Anzahl Stoffe pro Probe im Schnitt |
2,6 |
3,9 |
3,7 |
3,3 |
|
mittlerer Pestizidgehalt** |
0,21 mg/kg |
0,62 mg/kg*** |
0,26 mg/kg |
0,36 mg/kg |
* enthält auch Proben unbekannter Herkunft; ** ohne Bromid; *** bedingt u. a. durch belgische und italienische Salate
Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass der prozentuale Anteil an Höchstmengenüberschreitungen bei den untersuchten Proben, wie bereits in den Vorjahren, sehr stark von der Herkunft der Proben abhängt. Bei Proben aus Deutschland lag der Anteil an Höchstmengenüberschreitungen bei 4 %, bei Proben aus anderen EU-Ländern lediglich bei 2 %, dafür lag die Quote bei Proben aus Drittländern bei 17 %. Im Jahr 2009 wiesen 65 % der Gemüseproben Mehrfachrückstände auf. Im Schnitt wurden 3,3 verschiedene Wirkstoffe pro Probe nachgewiesen. Der mittlere Pestizidgehalt lag bei den untersuchten Gemüseproben bei 0,36 mg/kg.
Einzelheiten zu der Häufigkeit der Wirkstoffe und eine Aufstellung der Einzelbefunde können dem ausführlichen Bericht, der als PDF-Dokument verfügbar ist, entnommen werden:
Untersuchungen von verarbeiteten Lebensmitteln, Pilzen, Getreide und Kartoffeln
Im Jahr 2009 wurden, zusätzlich zu 2115 Proben Frischgemüse und Frischobst, 308 Proben verarbeitete Lebensmittel, Pilz-, Getreide- und Kartoffelproben ebenfalls aus konventionellem Anbau auf Rückstände von über 500 Pflanzenschutzmitteln untersucht. 80% dieser Proben wiesen Rückstände von insgesamt 133 verschiedenen Wirkstoffen auf. Bei 14% der Proben wurden Höchstmengenüberschreitungen festgestellt. Dabei waren hauptsächlich Proben aus Drittländern auffällig (30,5%), was an der hohen Beanstandungsquote vor allem durch getrocknete Steinpilze, frische Pfifferlinge sowie getrockntete Goji-Beeren lag. So wurden alle 13 untersuchten (100% !) Goji-Beerenproben aus konventionellem Anbau aufgrund einer Höchstmengenüberschreitung des Wirkstoffes Acetamiprid beanstandet. Bei den Proben aus EU-Ländern befanden sich 10,5% über der Höchstmenge, bei den Proben aus dem Inland lediglich 1,1%.
Die Pestizidbelastung wies je nach Lebensmittel z. T. große Unterschiede auf.
Weitere Informationen der Untersuchungsämter für Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit
Pestizide in Goji-Beeren; vom 27.05.2009
Nachgefasst - Pestizide in Goji-Beeren; vom 03.03.2010
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Pilzen und Pilzerzeugnissen im Untersuchungsjahr 2009; vom 21.12.2009
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Tafel- und Keltertrauben (Januar bis November 2009); vom 25.11.2009
Quelle: Chemische und Veterinäruntersuchungsämter





