Ein bundesweiter Marktcheck, der im Rahmen des Klimaprojektes „Starke Verbraucher für ein gutes Klima“ durchgeführt wurde, brachte es ans Licht: In den Verkaufsräumen von Elektrogeschäften sind Geräte aus der besten Energie effizienzklasse eher die Ausnahme als die Regel – bei Kühlschränken, Kühl-/Gefrierkombinationen und Wäschetrocknern waren es nur etwa zehn Prozent. Entsprechend schwierig ist es daher, auch das wichtige Entscheidungskriterium „energiesparend“ beim Kauf zu berücksichtigen.

Das vorgeschriebene EU-Energielabel, das an allen Haushaltsgroßgeräten angebracht sein muss, ist zwar eine Hilfe, aber es reicht nicht aus, sich auf die Bezeichnung „Effizienzklasse A“ zu verlassen. Die Anforderungen, die an ein „A“-Gerät (niedriger Energieverbrauch) bzw. „G“-Gerät (sehr hoher Energieverbrauch) gestellt werden, stammen bereits aus dem Jahr 1994 und sind längst überholt. An den technischen Fortschritt angepasst wurde nur die Einteilung bei Kühlgeräten. Hier gibt es seit einigen Jahren auch „A+“- und „A++“-Geräte im Handel.
Beim Kauf von Geräten sollte man nicht nur auf die Klasse „A“ (bzw. „A++“ bei den Kühlgeräten) achten, sondern auch auf den tatsächlichen Energieverbrauch innerhalb der Klasse. Auch dieser ist auf den Labeln angegeben.
Bei Elektro-Kleingeräten gibt es leider gar keine gesetzlichen Vorgaben zur Energieverbrauchs-Kennzeichnung. Verbraucher sind hier immer noch darauf angewiesen, was Hersteller bzw. Handel freiwillig preisgeben oder sie müssen sich auf die Auskünfte des Verkaufspersonals verlassen. Auch hier hat der Marktcheck bestätigt, dass noch viel im Argen liegt: Weniger als die Hälfte der angebotenen Flachbildfernseher geben Hinweise zum Energieverbrauch. Bei DVD-Recordern sind solche Hinweise die Ausnahme. Auch das Verkaufspersonal scheint nicht geschult zu sein, Informationen bleiben reine Glückssache.
Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie auf der Website der Verbraucherzentrale in der Rubrik "Energiesparen".
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Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg