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  • 25.06.2020
Corona Warn-App Infokasten 1

Entwicklung der Corona-Warn-App im Auftrag des Bundes

Die Corona-Warn-App ist im Auftrag des Bundes von dem Walldorfer Softwarekonzern SAP und der Deutsche-Telekom-Tochter T-Systems gemeinsam entwickelt worden. Angeboten wird die App vom Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin, der zentralen Einrichtung für Krankheitsüberwachung und Krankheitsprävention. Während SAP die eigentliche App entwickelt hat, stellt T-Systems den Corona-Warn-Server sowie die Hotline zur Verfügung und verantwortet den sicheren und stabilen Betrieb. Die Corona-Warn-App ist eine open-source-Entwicklung, damit ist der Entwicklungsprozess der App transparent nachvollziehbar. Der Quellcode ist auf der Plattform „GitHub“, der weltweit größten Plattform für die Entwicklung von Open-Source-Software, für jeden Interessierten frei zugänglich veröffentlicht.

Die Corona-Warn-App ermittelt mit der in Smartphones eingebauten Bluetooth-Funktechnik Kontakte zu anderen Smartphones in räumlicher Nähe. Damit Bluetooth-Signale auch dann periodisch gesendet und empfangen werden können, wenn die App im Hintergrund aktiv ist, war im Betriebssystem Android von Google und iOS von Apple eine Erweiterung bei einer Programmier-Schnittstelle erforderlich.

Nach der Veröffentlichung der Entwicklungskosten durch die Bundesregierung betragen die Aufwendungen für die Programmierung der Corona-Warn-App rund 9,5 Millionen Euro. Die Bereitstellung der technischen Infrastruktur und der Hotline für Nutzer der Corona-App kosten nach diesen Angaben rund 43 Millionen Euro, weitere 7,8 Millionen Euro für die Inbetriebnahme der Anwendung. Hinzu kommen Umsatzsteuer und 2 Millionen Euro für die Wartung der Software. Darüber hinaus plant die Bundesregierung 3,5 Millionen Euro für Werbung ein, so dass sich einschließlich der Tests der Corona-App im Vorfeld die kalkulierten Gesamtkosten bis Ende 2021 auf rund 68 Millionen Euro belaufen.

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