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Umfrage
  • 05.10.2015

Verbrauchermonitor Baden-Württemberg 2015 - Ergebnisse veröffentlicht: Schwerpunktthema "Digitaler Verbraucherschutz"

Auszug aus der repräsentativen Umfrage Verbrauchermonitor Baden-Württemberg 2015

Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit dem Verbraucherschutz ist weiter gestiegen

Was bewegt Verbraucherinnen und Verbraucher im Alltag? Wo drückt der Schuh? Antworten auf diese Fragen gibt der baden-württembergische Verbrauchermonitor 2015, den das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) bereits zum vierten Mal durchgeführt hat. Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage zeigen: Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Verbraucherschutz ist weiterhin auf einem guten Niveau und die Zufriedenheit mit dem Schutz der Verbraucherinteressen ist weiter gestiegen. Zudem verdeutlicht der Verbrauchermonitor, dass der Bedarf nach unabhängigen Informationen groß ist.

Ein Schwerpunkt des Verbrauchermonitors lag in diesem Jahr auf dem digitalen Verbraucherschutz. Über 700 Verbraucherinnen und Verbraucher wurden von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) telefonisch befragt. Das persönliche Vertrauen der Befragten, ausgedrückt durch den Verbrauchervertrauensindex, liegt wie auch bei der letzten Umfrage von 2013 mit 59 von 100 Punkten weiterhin auf einem guten Niveau. Der Index drückt aus, wie hoch das Vertrauen in die Sicherheit und Kennzeichnung der Lebensmittel und der Produkte sowie in den Schutz der Verbraucherrechte und in die Verbraucherinformation ist.

Essen und Trinken ist das bedeutendste Handlungsfeld - Thema Finanzen und Versicherungen wird immer wichtiger

Die Zufriedenheit mit dem Schutz der Verbraucherinteressen ist weiter angestiegen:
Dreiviertel der Baden-Württemberger bestätigen, dass sie noch zufriedener mit den Leistungen der staatlichen Institutionen und der unabhängigen Verbraucherorganisationen sind als zuvor.
 
Für 62 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher in Baden-Württemberg ist das Thema Essen und Trinken am wichtigsten. Darauf folgt der Bereich Finanzen und Versicherungen mit 54 Prozent, dieses Handlungsfeld gewinnt für die Verbraucherinnen und Verbraucher immer mehr an Bedeutung. Als etwas weniger relevant werden die Themen Energie und Wohnen (37 Prozent), Telefon und Internet (32 Prozent) sowie Verkehr und Freizeit (30 Prozent) beurteilt.

Der Bedarf nach unabhängigen Informationen ist groß - Nutzerinnen und Nutzer loben das Verbraucherportal

In allen Handlungsfeldern sind Verbraucherinnen und Verbraucher mit einer Vielzahl von Entscheidungen konfrontiert - da sind unabhängige Informationen sehr gefragt.

Ein Drittel der Verbraucherinnen und Verbraucher sind laut der Umfrage sogar bereit, für unabhängige Informationen Geld auszugeben.
Auch das MLR stellt eine Vielzahl von Verbraucherinformationen bereit, beispielsweise auf dem Verbraucherportal Baden-Württemberg. Laut der aktuellen Umfrage sind fast 80 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer mit dem Portal außerordentlich zufrieden.

Computerviren und der Missbrauch persönlicher Daten zählen zu größten Problemen bei der Internetnutzung

Die Ergebnisse des Schwerpunkthemas digitaler Verbraucherschutz zeigen: Der Handlungsbedarf ist groß. Fast jeder zweite Befragte ist besorgt, dass seine Geräte von Viren befallen werden könnten. Zudem befürchtet fast jeder Dritte bei der Internetnutzung allgemein und insbesondere beim Online-Banking ausspioniert zu werden. Darüber hinaus hat jeder dritte Nutzer von sozialen Netzwerken große Angst, dass persönliche Daten dort dauerhaft bleiben und zu Problemen führen können. Im Vergleich zu den Ergebnissen des Verbrauchermonitors 2012, wo der Schwerpunkt ebenfalls auf dem digitalen Verbraucherschutz lag, hat die Bedeutung dieses Bereichs deutlich zugenommen.

Auch die Probleme beim E-Commerce sind im Vergleich zu 2012 mehr geworden: Knapp jeder dritte Käufer von Produkten oder Dienstleistungen im Internet berichtet, schon mal schlechte Erfahrungen gemacht zu haben, 2012 war es nur jeder Fünfte. Zu den häufigsten Schwierigkeiten zählen lange Lieferzeiten, dicht gefolgt von einer unzureichenden Qualität der bestellten Ware oder Dienstleistung.

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher können sich vorstellen, digitale Güter weiterzuverkaufen

Ein Trend beim E-Commerce ist der Erwerb von digitalen Produkten, wie beispielsweise von eBooks und Musik im mp3-Format. Jeder zweite befragte Nutzer hat bereits ein digitales Produkt per Download erworben. Drei von vier der befragten E-Commerce-Nutzer können sich vorstellen, digitale Produkte wieder zu verkaufen, beispielsweise auf einem Second-Hand-Markt für digitale Waren.

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